Hingabe
Hingabe
Die Hingabe folgt aus der Aufrichtigkeit, aus dem sich Ausrichten auf das das Höchste. In der Begegnung mit dem Höchsten ist die Hingabe der Schlüssel zu sich selbst, der Weg zur Verbindung mit dem Einen, zum Erkennen des Einen. Das Eine, das alles verbindet, aus dem alles entspringt, das ist die Liebe.
Liebe fordert keine Hingabe, sie nimmt sie an, wenn sie hingegeben wird. Sie richtet den sich Hingebenden auf zu seiner wahrhaftigen Größe.
Meister Eckart (ca. 1260 bis ca. 1328) findet die folgenden Worte für das, was sich nur in der Hingabe eröffnet:
„Du sollst allzumal entsinken deiner Deinesheit und sollst zerfließen in seine Seinesheit und soll dein Dein in seinem Mein ein Mein werden also gänzlich, dass du mit ihm verstehest ewiglich seine ungewordene Istigkeit und seine ungenannte Nichtheit.“
„Gott ist in uns, dort wartet Er bis wir uns bedingungslos der Liebe hingeben. Im Augenblich der echten Hingabe aber gibt sich Gott an uns hin und wird zu unserem Werkzeug, damit wir zu Schöpfern einer paradiesischen Wirklichkeit werden“, schreibt Christina Kessler.
Samstag, 20. November 2010

0020 | 11/2010
Acryl auf Leinwand
75 cm x 120 cm
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