art.im
art.im


Vielleicht liegt der Sinn unserer Existenz darin, aus unseren Wahrnehmungen und Erfahrungen und aus unserem inneren Erleben, das sich daraus - jedoch nicht ausschließlich - speist, ein Bewusstsein zu bilden, das selbst ein Kunstwerk ist - eine kunstvolle, harmonische, ethische, freie, wilde und freudige Art des Innenseins, in dem das Heilige und das Profane eine unverbrüchliche Verbindung eingehen.
Ein Bewusstsein, das ein Fokalpunkt ist, in dem die kosmische Ordnung ihre Formen und Farben, Klänge und Harmonien, ihre Gestalt und Dynamik sichtbar machen kann.
In diesem Geist male ich, in dieses Feld will ich beim Malen gelangen, in den Geist, der sich in sich selbst erschafft.
Hommage an Stanley Kubrick 2001
Was für ein Film! 1968! Absolut visionär! Die Monolithen, die in „2001“ Entwicklungssprünge ankündigen/veranlassen, haben mich seit damals fasziniert, haben sich tief in mein Bildgedächtnis eingegraben.
Wir hören heute tagtäglich von Umwälzungen des kollektiven Bewusstseins in vielen Teilen der Welt, wir alle wissen, dass ein großer Wandel bevorsteht. Wir alle wissen es: der Indio im Amazonas, der thailändische Bauer in der Sintflut, der Krisenpolitiker in Europa, Assad in Syrien, die Junta in Birma, die Partei in China, der Mönch in Tibet, der Eisbär im schmelzenden Eis, der strandende Wal in Neuseeland, der im Öl der Deepwater Horizon verendende Vogel, der Zocker in der Wallstreet, der Hungernde in Darfour. Alle wissen sie: Wir leben mit geborgter Zeit, die Uhr läuft ab, die Veränderung ist unausweichlich.
Uns bleibt nur noch das Vertrauen und die Hoffnung. Das Vertrauen in die Evolution, die Hoffnung auf einen „großen Plan“, in dem auch die Menschheit einen Platz hat? Nein.
Das Vertrauen in uns selbst, das Vertrauen, dass tief in jedem Menschen etwas wartet, das hervortreten wird, sich verbinden will, nach Gerechtigkeit und Freude verlangt, nach Transparenz und Wertschätzung, Solidarität und Offenheit und Schutz und Wahrheit.
Die Hoffnung, dass uns die überaus kostbare, uns ernährende Biosphäre - unsere wahre Mutter - solange noch trägt und erträgt, bis wir zur Besinnung gekommen sind.
Die große chinesische Kultur hat vor Tausenden von Jahren bereits erkannt und formuliert, was nottut: Nicht tun, nicht gegen die Ordnungsgesetze der Natur und des Kosmos handeln sondern mit ihnen, wei wu wei, 为无为!
Möge sie sich heute darauf besinnen.
0028 | 11/2011
Acryl auf Leinwand
Triptichon
130 cm x 35 cm
155 cm x 40 cm
70 cm x 25 cm
Gier, Hunger, Mord
Wie eine klebrige, schwarze Wolke schiebt sich die Gier um die Welt und hinterlässt eine Schleimspur der Verwüstung - in der Biosphäre, in den Körpern der Wesen, in den Kulturen und in der Psyche der Menschen.
Der Hunger ist die schlimmste Pein, welche der Gier auf dem Fuß folgt. Wenn Jean Ziegler die Gleichung aufmacht: „Hunger = Mord“, ergibt das, auch wenn es sehr drastisch formuliert ist, durchaus Sinn. Die Mechanismen sind allen bekannt. Die Banken, die Spekulanten-(„Halunken“), die geldkranken, ego-manischen, machtberauschten Oligarchen und ihre Systeme umkreisen den Planeten wie ein vielarmiger Kraken, und Tausende von Milliarden, ganze Staaten werden ihm zum Fraß hingeworfen ... die Welt in den Hunger getrieben. Jetzt haben sie die Nahrungsmittelbörsen entdeckt, und die Schrauben des Hungers werden weiter angezogen.
0027 | 09/2011
Acryl auf Leinwand
90 cm x 110 cm
Vom undifferenzierten Wir zur Kooperation der Verschiedenartigkeit
Wenn wir wirklich die Welt verändern wollen, müssen wir aus dem „allgemeinen“ und dadurch unverbindlichen Gefühl von Solidarität und Gemeinsamkeit heraustreten in eine Haltung, die von tiefer Wertschätzung für das andere, von eigenem Commitment und eigener Wahrhaftigkeit bestimmt ist.
Nur wenn ich ganz wahrhaftig bei mir bin, mir treu bin, kann ich die Verbindung zum Anderen, auch zu Gegenteiligen, aufnehmen und die Beziehung dauerhaft halten.
Sonst besteht die Gefahr, dass ich meine eigene Bedürftigkeit in das Gemeinsame projiziere, darin meine Defizite zu kompensieren und meine Egomanien zu verwirklichen suche. Das gemeinsame Anliegen wird dadurch nicht nur entwertet, sondern ihm wird auch seine Kraft genommen und letztendlich wird es scheitern müssen.
0026 | 08/2011
Acryl auf Leinwand
90 cm x 150 cm
In vielen meiner Bilder kommt diese „Eine Bewegung“ vor, in diesem Bild – dem zweiten, das ich je gemalt habe – zeigt sie sich spontan, dynamisch, fast neckisch.
Der Begriff „Eine Bewegung“ wurde von der Philosophin Christina Kessler geprägt und geht auf die von dem Physiker David Bohm entwickelte Neuinterpretation der Quantentheorie zurück, im deren Rahmen er den Begriff „Holomovement“ verwendet.
Nach der Quantentheorie sind alle Erscheinungen unserer Wirklichkeit „potenziell“ bereits vorhanden und „warten“ in einer Art „Vorraum“ – so stelle ich mir das vor – auf ihre Verwirklichung, die durch die Präsenz eines Beobachters bzw. eines Bewusstseins ausgelöst wird. Es scheint auch so, dass das Manifestierte „zurückfließt“ in diese Potenzialität und dann dort „gespeichert“ bleibt.
Diese wechselseitige Beziehung zwischen Geist und Materie, dieses Ineinanderfließen von stofflicher Realität und ursprünglicher Matrix, das könnte die eigentliche Ordnung des Seins sein ... des Seins als „Bewegung des Bewusstseins“. Meister Eckart nannte es den „sich ergießenden und in sich zurückfließenden Gott“.
Für mich ist die „Eine Bewegung“ zu einem zentralen Element meiner Vorstellungswelt geworden. In meinem Bewusstsein, in meiner „inneren Welt“, erfahre ich – auf dem Bildschirm des beobachtenden Teils meines Bewusstseins – eine beständige Aktivität, einen Fluss von Gedanken, Emotionen und Wahrnehmungen, die einerseits in die Konkretisierung, in die Ausfaltung streben und andererseits sich einfalten, konturenlos werden, sich auflösen ... aber auf eine geheimnisvolle Weise doch weiterwirken.
0002 | 06/2009
Acryl auf Leinwand
100 x 200 cm
verkauft
Auf der materiellen Ebene sind diese Prozesse nicht mehr zu stoppen, die Gier hat sich verselbständigt, ist eingedrungen in unsere ökonomischen und sozialen Abläufe, wie eine Ölpest das Land befällt und in den Ozeanen unabsehbaren Schaden anrichtet – siehe „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko (schon diese Bezeichnung einer Ölplattform zeigt die bewusste Perfidie und die Perversion der Wertvorstellungen: Ich bohre ein tiefes Loch in die Tiefsee, unter bewusster Inkaufnahme gigantischer und irreparabler Zerstörung, und bemäntele mein geldgieriges, rücksichtloses Vorhaben mit einer romantisierenden Namensgebung).
Genug: Das ist nur zu ändern, wenn wir bei uns selbst beginnen, die Gier aufzulösen. Das kann nur gelingen, wenn wir ganz tief in uns selbst die Verbindung zum Ganzen aufnehmen und halten. Sie auch dann halten, wenn wir hinaustreten in die Welt und die vielfachen Reize auf uns einströmen ... dann werden wir das Maß finden, das den Raum auch für alle anderen schafft.
Dieses Bild ist inspiriert von der Bedingungslosigkeit der Natur, die sich jedes Frühjahr neu hingibt. Von den Rapsfeldern, die intensiv leuchten neben dem dunklen Grün des jungen Weizens.
Christina Kessler schreibt in ihrem Buch „33 Herzensqualitäten“ über die Bedingungslosigkeit Folgendes:
„Die höchste Form der Liebe ist die allumfassende Liebe. Allumfassende Liebe ist göttliche Liebe. Wir finden sie durch Hingabe. Ihr Kennzeichen ist Bedingungslosigkeit.
Bedingungslose Liebe stellt keine Erwartungen, hegt keine Absichten, macht keine Geschäfte. Sie kritisiert nicht und beklagt sich nicht. Sie legt keinen Wert darauf, großartig, übermächtig und beeindruckend zu sein. Meist ist sie schlicht und bescheiden, unspektakulär. Aber sie verzaubert jeden Augenblick, so wie ein Lächeln ein Gesicht verzaubert.
Wenn sie da ist, scheint sie die selbstverständlichste und vor allem die schönste Sache der Welt zu sein. Dann spürt man, dass dieser Augenblick Wahrheit ist. Jedes Mal, wenn wir uns von bedingungsloser Liebe erfüllen lassen, vollführt die Liebe einen Quantensprung mit uns – und wir lieben alle anderen, so wie sie sind.
Sie überwindet alle Formen der Trennung, selbst die subtilsten. Sie macht aus uns einen lupenreinen Diamanten, durch dessen Facetten das Licht der Wahrheit in die Wirklichkeit leuchtet. Sie nimmt uns fest an die Hand der inneren Führung, die sowohl persönlich als auch überpersönlich ist.
Wann immer Gefühle der Ablehnung, Kritik, Rechthaberei, der Feindseligkeit und des Hasses auf sie zukommen, betrachtet sie diese mit dem ungetrübten Blick des Zeugen und atmet sich durch sie hindurch in das unendliche Feld der Liebe. Sie nimmt die Situation an, lernt aus ihr und bleibt dennoch in der Liebe.
Das heißt nicht, dass sie zu allen Widerwärtigkeiten Ja und Amen sagen oder sich alles gefallen lassen würde. Nichts persönlich nehmen heißt, sich keinen Projektionen mehr auszusetzen. Sie prallen an einer unsichtbaren Grenze ab.
Ein bedingungsloses Herz ist ein souveränes Herz. Es kann von keinem Urteil angegriffen werden. Die bedingungslose Sicht befähigt uns, stets die Wahl zu treffen – eine authentische, freie Wahl, losgelöst von allen Konditionierungen, Indoktrinationen und Identifikationen, losgelöst aus dem Spinnennetz des mentalen Ich.
Nicht zuletzt ermöglicht sie ein exaktes Urteil. Denn wir können nur dann über andere urteilen, wenn wir in ihr Herz zu schauen vermögen und wenn wir sie bedingungslos lieben. Bedingungslosigkeit ist das Tor zur Freiheit.“
0015 | 06/2010
Acryl auf Leinwand
Dyptychon
2 x 75 cm x 155 cm
verkauft
0029 | 01/2012
Acryl auf Leinwand
140 cm x 200 cm
Hommage an Giuseppe Arcimboldo und Sean Scully
Als ich vor einiger Zeit meinen Jugendfreund Andrea auf FB wiederentdeckte, verabredeten wir uns in Wien zu einem Wiedersehen nach 45 Jahren. Er schlug seltsamerweise vor, dass wir uns im Kunsthistorischen Museum treffen sollten. Tatsächlich verbrachten wir dann die meiste Zeit unseres Wiedersehenstages in diesem erstaunlichen Museum, von Bild zu Bild hastend, dabei, zwischen Vermeer, Cranach und Brueghel, uns 45 Jahre Vergangenheit – Kinder, Beruf, was macht eigentlich der/die ...? - zurufend. Andrea war schon als 15-Jähriger, als ich ihn zum letzten Mal 1965 in Rom gesehen hatte, exzentrisch gewesen. Mit 60 hatte sich das nicht geändert. Als er nach einiger Zeit unruhig wurde und die unwillig achselzuckenden Wiener Museumswärter immer wieder nach Arcimboldo fragte, dachte ich bei mir, das sei wohl wieder eine Marotte, der Name sagte mir nichts.
Schließlich standen wir, nach einem Irrlauf durch den riesigen Bau, vor den beiden Bildern der „Vier Elemente“, die in Wien hängen ... und ich war wie vom Donner gerührt, konnte nicht glauben, was ich dort sah, konnte nicht genug kriegen davon, diese beiden Bilder anzuschauen: Punks! 1566 gemalt! Das „Feuer“, ein genial-magisch zusammengesetztes Gesicht aus „Feuerwerkskörpern“, ein Wesen wie aus Clockwork Orange. Das „Wasser“, ein cooler Haudegen, zusammengesetzt aus über 60 Tierarten, dem man in South London begegnen könnte. Woher hatte er diesen absolut „modernen“ Ausdruck genommen? Wie konnte sich jemand 1566 so etwas vorstellen, so etwas malen!?
Einige Monate später bekam ich die Gelegenheit, Sean Scully wieder zu begegnen, besser gesagt: Ich hatte das Privileg, Anmerkungen, die er für einen Museumskatalog zu einen wichtigen Teil seiner Bilder gemacht hatte, ins Deutsche zu übertragen. Vor Jahren, kurze Zeit bevor ich zu malen begann, war ich ihm schon einmal begegnet, in einem Fernsehbericht. Fühle ich mich zurück, so glaube ich heute, dass er, wie er da im Film seine Flächen und „Insets“ bemalte und zu „Wänden“ aufschichtete, in mir diese Vorstellung von „Freiheit“ auslöste: „Tun, ohne Rechtfertigung“, „Kein äußerlicher Maßstab“, „Forschen in der Spur des eigenen Selbst“. Das ist es, was mich zum Malen gebracht hat.
An einer Stelle sagt er, er male Körperliches und Wände, nichts weiter, an anderer, dass er spirituelle Bilder male. Und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen, interpretiere ich Scullys Werk wie einen nie nachlassenden Versuch, „hinter die Mauer zu schauen“, entlang der Kanten zwischen den „Wand-Flächen“ hindurchzuschauen, oder aus den „Fenstern“, die öfters in den Wänden auftauchen, zu „sehen“. Sein Werk, so scheint mir, ist der dringliche Versuch, das Unerforschliche zu „be-greifen“, indem es hinter der Wand angesiedelt, durch Ritzen erahnbar, doch unsichtbar bleibt, präsent zwar, aber als paradoxes Abstraktum in den „Spiegeln“ der Wände und Flächen.
Wie dem auch sei: Diese beiden haben den Impuls – und den Titel – für dieses Bild gegeben, darin finden sich „zerfallende Wandflächen“- und „Punk“-Zitate, und offensichtlich geht es mir wie immer darum, die Blickrichtung des Betrachters zu ändern, sie von außen nach innen zu lenken. Nach innen schauend verwandeln sich die – durchaus manifesten – Sperren, Panzerungen, bizarren Verwerfungen: die inneren Wände, sie nehmen immerzu neue Formen an und geben zuweilen den Blick frei auf das, das „ohne Wände“ ist: Nach innen gibt es keine Wände, oder es gibt sie doch, oder anders – nein: keine Wände.
Aber es gibt Punks, wunderbare, wilde Gestalten, Allegorien, ungeahnte Möglichkeiten, Universen.
Giuseppe Arcimboldo und Sean Scully sind für mich große Vorbilder, denn durch sie habe ich plötzlich gelernt, Bilder zu „sehen“, auch zu sehen, welchen Zugriff das Malen auf die Realität haben und welches Mysterium sich darin verbergen könnte.
Stelen2011
Eine Bewegung
NoWalls:Punks!
Gier
PortraitVL12
0030 | 02/2012
Acryl auf Leinwand
155 cm x 90 cm
Kooperation der Verschiedenartigkeit
Bedingungslosigkeit
Dieses Portrait bezieht seine Inspiration ebenfalls aus den Werken von Giuseppe Arcimboldo und Sean Scully.
Die Allegorien von Giuseppe Arcimboldo habe ich sozusagen umgedreht, erschafft er aus „Gegenständen/Elementen“ ein Portrait/Gesicht/Figürliches, will ich in meinen Portraits (ich beharre hier auf der alten Schreibweise) durch das Figürliche/die „Außenansicht“ einer Person hindurchstoßen zu dem, was eine Person, eine Individualität – emotional, psychologisch/spirituell, also „geistig“ - ausmachen könnte. Dieser Versuch einer Sichtbarmachung der „eigentlichen/inneren“, umfassenderen/mehrdimensionalen Person erfolgt natürlich aus einer persönlichen Wahrnehmung und einer „Nähe zum Objekt“. Diese Dimensionen sind zum Teil ebenfalls nicht sichtbar, sie verbergen sich als „Verschlüsselung“ in Farbschichten, die übermalt wurden: der Versuch, die Darstellung dieser Dimensionen zu verschleiern.
Die Idee, nichtfigürliche Portraits zu machen, habe ich von Sean Scully und seinen Catherine-Bildern, natürlich. Überhaupt fasziniert mich der „Code“, den Scully in seine Werke einarbeitet, abstrahiert, versteckt ... und dass es dem Betrachter obliegt, die Botschaft der Sinne sozusagen zu transzendieren: Er muss einen ganz anderen – inneren – Sinnesapparat anwerfen, um die „geheime Botschaft“ der Bilder wahrzunehmen zu können.
So stelle ich mir das jedenfalls vor.
PortraitCK12
0031 | 03/2012
Acryl auf Leinwand
105 cm x 100 cm
In den Farben und Strukturen dieses „C-Portraits“ zeigen sich Symbole, Philosophisches, Religiöses, „Göttliches“ und C-Charakterzüge.
An dieser Stelle würde es jedoch zu weit führen, das im Detail zu erläutern.
Wer C. kennt, wird vielleicht etwas wiedererkennen.
Außerdem manifestiert sich hier sichtbar meine letzthin intensivere Beschäftigung mit dem Werk von Sean Scully.
Kann ich mich davon wieder befreien?
0032 | 05/2012
Acryl auf Leinwand
85 cm x 70 cm
Das Leben wächst aus dir mit Feuerzungen, bettet sich in wiegendes Korn ... unvermutet, unberechenbar, unverwechselbar. Ein Leben, entsprungen aus der Verdichtung, aus den Ablagerungen einst kochender Sternenmaterie, die sich, erkaltet in eisigen Weiten, milliardenfach zu kosmischen Mobiles gruppiert hat.
Ein Leben, gebildet aus den Grundstoffen des Universums, und du weißt nicht, bist du ein Traum, der sich träumt, ein uralter Gesang, dessen Melodien leise in dir klingen, ein Sturm, der um ein stilles Auge kreist, oder eine Frage, die nie gestellt wurde.
„Ontologisch“ ausgedrückt heißt das: In Innern können wir uns klarmachen, dass das Kosmische sowohl die Quelle der Liebe, der Macht und der Weisheit ist, als auch die Quelle allen Verstehens, die Quelle von allem, was ist, überall. Das Kosmische ist in allem und jedem. Es ist, was es IST. Seine Wärme, seine Liebe, ist spürbar, wenn sie uns durchströmt. Das Kosmische weitet unser Bewusstsein und lässt uns erkennen, dass die Dinge nicht „wirklich von dieser Welt“ sind, sondern im Geistigen und in der Wahrheit wurzeln. Das Kosmische zeigt sich, wenn wir alles, was geschieht, annehmen, wenn wir den ewigen Wandel, der sich tief in unserem Innern vollzieht, annehmen, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass in dem Augenblick, in dem wir der Änderung im Inneren folgen, wir Heilung im Sinne von Ganzwerdung erfahren und diese sich auch im Äußeren manifestiert.
PortraitJB12
Ich will Abbitte tun für den Raum, den ich dir genommen habe, für die Worte, die dich bedrängt, für die Argumente, die dir die Luft zum Atmen genommen haben.
Ich will Abbitte leisten für die Teilnahmslosigkeit, für das Mißverstehen wollen, für das Wegschauen, wenn dein Sehnen sich zeigte, für die Untergrabung deiner Kraft, für die Verletzung deiner Seele, die sich zurückzog in den dunkelsten Winkel deines Seins.
Ich will Abbitte tun für das, was wir euch angetan haben und antun, Abbitte für die Geringschätzung, für die Mißachtung, für die Erniedrigung, für die Gewalt, für die Verstümmelung, für die Schändung, für die Gefangenschaft, für die Tötung.
Verzeih mir, verzeiht uns.
Ich will zurückgeben, was wir uns genommen haben.
0019 | 11/2010
Acryl auf Leinwand
155 cm x 155 cm
Die Abbitte
„Symbol für die Unendlichkeit des Raumes und ideales Objekt der Kontemplation ist der Himmel über uns, der Myriaden von Schöpfungen birgt, Myriaden ungeahnter Möglichkeiten.
Wenn wir die geheimnisvolle Tiefe des Himmels betrachten, so kontemplieren wir die Tiefe unseres eigenen rätselhaften, allumfassenden Bewusstseins in seiner ursprünglichen ungetrübten Reinheit: ungetrübt von Gedanken und Vorstellungen, ungeteilt durch Unterscheidungen oder Beurteilungen.
Hierin liegt die unerklärliche Glückseligkeit, die uns bei solcher Kontemplation erfüllt.“
Lama Anagarika Govinda
0005 | 11/2009
Acryl auf Leinwand
80 x 120 cm
verkauft
Open Sky
Abraxas
0033 | 06/2012
Acryl auf Leinwand
200 cm x 200 cm
0026 | 08/2011
Acryl auf Leinwand
90 cm x 150 cm
SchattenTribut
Zwischen Licht und Schatten entfaltet sich das Lebendige auf immerwährendem Urgrund. Es drängt zum Licht und kann doch ohne Schatten nicht sein. Der Widerstreit von Licht und Schatten ist die Antriebsenergie des Lebendigen. Er ist die Quelle des Bewusstseins und der Erkenntnis.
Der Schatten fordert seinen Tribut, immer, immer wieder. Er ist die „Sintflut, die uns bis auf die Herzhaut durchnässt“. Er ist der „Feuerofen aus dem wir, so bitten wir, immer versehrter und immer heiler zu uns selbst entlassen werden“ (den vollen Wortlaut des Gedichts „Die Bitte“ von Hilde Domin gibt es hier).
Zollen wir dem Schatten Tribut, ohne Furcht. Die offene Hand, die uralte Abhayamudra, die Geste, die das „Fürchtet euch nicht“ symbolisiert, verleiht dem Schatten Kontur, leuchtet ihn aus und erkennt ihn als notwendig an. Sie ist zugleich die Geste der Zuversicht und Sicherheit, dass der Beistand des Göttlichen auch aus dem tiefsten Tal hinausführt in die Glückseligkeit.
0034 | 08/2012
Acryl auf Leinwand
90 cm x 150 cm
Ich habe mir die TLD „im“ der Isle of Man ausgesucht, weil sie so schöne Konnotationen hat ...
• inner art, I am ... „innere Kunst, ich bin“ ...
• Isle of Man, „Insel des Menschen“ ... unser blauer Planet ist die Insel der Menschen im Kosmos,
und unsere Innenwelt ist unsere ganz persönliche Insel.
• Dann das Triskel als Wappen-/Flaggensymbol ... das uralte Symbol der Drei, der Vollkommenheit.
• Und nicht zuletzt der Wahlspruch der Menschen der Insel: Quocumque Jeceris Stabit,
„wohin du es auch wirfst, es wird stehen“ ...
Mangalam! Was könnte glücksverheißender sein ...