Eine Bewegung
Eine Bewegung
In vielen meiner Bilder kommt diese „Eine Bewegung“ vor, in diesem Bild zeigt sie sich spontan, dynamisch, fast neckisch.
Der Begriff „Eine Bewegung“ wurde von der Philosophin Christina Kessler geprägt und geht auf die von dem Physiker David Bohm entwickelte Neuinterpretation der Quantentheorie zurück, im deren Rahmen er den Begriff „Holomovement“ verwendet.
Nach der Quantentheorie sind alle Erscheinungen unserer Wirklichkeit „potenziell“ bereits vorhanden und „warten“ in einer Art „Vorraum“ - so stelle ich mir das vor - auf ihre Verwirklichung, die durch die Präsenz eines Beobachters bzw. eines Bewusstseins ausgelöst wird. Es scheint auch so, dass das Manifestierte „zurückfließt“ in diese Potenzialität und dann dort „gespeichert“ bleibt.
Diese wechselseitige Beziehung zwischen Geist und Materie, dieses Ineinanderfließen von stofflicher Realität und ursprünglicher Matrix, das könnte die eigentliche Ordnung des Seins sein ... des Seins als „Bewegung des Bewusstseins“. Meister Eckart nannte es den „sich ergießenden und in sich zurückfließenden Gott“.
Für mich ist die „Eine Bewegung“ zu einem zentralen Element meiner Vorstellungswelt geworden. In meinem Bewusstsein, in meiner „inneren Welt“, erfahre ich - auf dem Bildschirm des beobachtenden Teils meines Bewusstseins - eine beständige Aktivität, einen Fluss von Gedanken, Emotionen und Wahrnehmungen, die einerseits in die Konkretisierung, in die Ausfaltung streben und andererseits sich einfalten, konturenlos werden, sich auflösen ... aber auf eine geheimnisvolle Weise doch weiterwirken.
Mittwoch, 17. Juni 2009
0002 | 06/2009
Acryl auf Leinwand
100 x 200 cm
verkauft

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