art.im
„Über Jahrhunderte hinweg war der Mensch nach außen gekehrt, der Welt der Sinne zugewandt, und hat sich im äußeren Raum verloren.
Die Zeit ist nun gekommen, sich nach innen zu wenden, den Raum im Inneren des Herzens zu erkunden, sich auf die spannende Reise ins Zentrum zu begeben. Hier ist alles Leben und Intelligenz.
Verglichen damit ist die Erforschung des Mondes und der Planeten Kinderspiel.“
innerart ist ein philosophisches und kulturelles Projekt ...
innerart ist der Entwurf einer neuen Wirklichkeitsbetrachtung ...
innerart will weder karikieren, noch instrumentalisieren oder installieren, weder rekonstruieren, noch verdrehen oder konzeptionieren, kombinieren oder neu arrangieren.
Denn, nach der Dekonstruktion des über Jahrtausende gültigen Bildes der „Wirklichkeit“ durch die Moderne und der Konstruktion eines mechanistischen, materialisti-schen, sinnentleerten und angsterfüllten Zerrbildes des Seins durch die herrschende Wissenschaftskultur ...,
... geht es heute darum, wahre, von innen kommende, dynamische Schöpferkraft zu entwickeln, eine, die sich weder von den Trugbildern der kollektiven Wahrnehmung und des „wissenschaftlichen Fortschritts“ noch an rationalen, neurologischen, psychologischen oder auch spirituellen Konzepten orientiert.
innerart verändert die Perspektive der Kunst/Malerei ...
innerart erweitert den Kunstbegriff insofern, als es die innere Welt des Menschen als einen Raum begreift - einen „Weltinnenraum“ (J. Kamphausen) -, in dem es gilt, ein Kunstwerk zu erschaffen, das harmonisch, verbindend, genial, schöpferisch in die „Außenwelt“ hinaus wirkt ... wobei die Trennung von Innen und Außen nur eine Vorstellung unseres vorherrschenden Weltbilds ist.
Die „soziale Plastik“, von der Joseph Beuys einst träumte, einer Gesellschaft in der jeder Mensch als Kunstschaffender agiert, Zugang zur eigenen Kreativität hat und sein ureigenes Potenzial verwirklicht ...
... setzt voraus, dass auch der „Innenraum des Menschen“, sein Bewusstsein, mit all seinen bekannten und unerforschten Dimensionen als ein zu schaffendes, besser: sich selbst schaffendes Kunstwerk, verstanden wird.
Die Erschaffung einer Innenwelt als Kunstwerk ist Funktion und Aufgabe eines Bewusstseins, das erkannt hat, dass die äußere Welt der Erscheinungen im Grunde ein Erlebnis- und Ausdrucksraum ist, in dem sich das Eine, das Universum, „die Liebe“, „Gott“, manifestiert.
Das „Weltinnenraumkunstwerk“ entsteht aus dem Drängen nach Konkretisierung der „Wahrheit“ und ihrer Rückkehr in den Schoß des Einen. Es spiegelt sich in Bewusstseinsdimensionen, die wir als vom Bewusstsein selbst erzeugte emotionale, denkerische oder psychologische Prozesse wahrnehmen - indem sich das Wahrnehmende selbst wahrnimmt. Oder es zeigt sich als Wahrnehmung des von den Sinnen Angezeigten ...
... letztendlich wird das Bewusstsein selbst zu einem Kunstwerk; seine Formen und Farben, Klänge und Harmonien, seine Gestalt und Dynamik konstituieren sich aus den Rückkoppelungen („re-ligio“) des Wahrgenommenen mit der kosmischen Ordnung.