Demut
Demut
Die Demut wird seit jeher als die herausragende spirituelle Tugend angesehen.
Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der geistigen Transformation. Sie vereint das Persönliche mit den Ganzen, das Endliche mit dem Unendlichen, das Zeitliche mit dem Ewigen. Sie erschließt die Fähigkeit, das Göttliche und das Menschliche bewusst zu verbinden, und zwar hier und jetzt, in der Macht des Augenblicks.
Demut steht für den Mut, alle Bestrebungen auf das Höchste auszurichten, und das kann nur, wer den großen Zusammenhang erahnt. Denn sie ist die letztendliche Annäherung an das Göttliche, an den Großen Willen und damit an die eigene schöpferische Souveränität. „Dein Wille geschehe“ heißt nicht anderes als: „Ich will auf die Innere Stimme hören, ich will den Gesetzen der Wahrheit folgen und mich anbinden an den schöpferischen Willen, der die Welt lenkt.“
Demut ist der Mut, sich dem Willen der Liebe und der Verbindungskraft anzuvertrauen, der Mut, den individuellen Willen mit dem kosmischen Wollen in Einklang zu bringen. Denn das Zusammenspiel von individuellem und göttlichem Willen ist das, was Schöpfung ausmacht. In der Demut vereint sich die individuelle Sehnsucht nach Vollkommenheit mit dem Willen des Ganzen zur Harmonie.
Die Innere Stimme signalisiert uns durch Freude, ob und wann die Verbindung von Sehnsucht und kosmischen Harmoniestreben stattfindet und wie stark sie ist.
Auszug aus: Christina Kessler: 33 Herzensqualitäten | Demut
Sonntag, 4. April 2010

0011 | 04/2010
Acryl auf Leinwand
120 x 160 cm
verkauft

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