Medusa3
Medusa3
Die Wiedergeburt oder: Das Ende des Medusa-Zyklus
Wie geht es weiter? Was kann ich in der Landschaft des Mythos lesen? Worum geht es letztlich? In den Windungen und Wendungen des Mythos verbirgt sich das Gefühl und Wissen von der primordialen, unauflöslichen Verbindung mit Allem, das ist (und nicht ist).
Der Verrat an Medusa symbolisiert den Verlust dieser Verbindung, im Erkennensprozess, in der Trennung, in der Evolution des menschlichen Geistes oder Bewusstseins vollzieht sich die Entfremdung.
Medusa ist auch die ewige Eva, die die Frucht vom Baum der Erkenntnis reicht, um den Preis des Verstoßenwerdens aus dem Paradies, um den Preis des Entstelltwerdens.
Erkennen, (höheres) Wissen, warnt der Mythos, birgt unabsehbare und dunkle Gefahren, wenn es nicht Hand in Hand geht mit der Verbindung zu Allem.
Die Zeit ist gekommen, die abgerissene Verbindung wieder herzustellen, der Sehnsucht Raum zu geben, die seit jeher in die Systeme menschlichen Wissens (und der Wissenschaft) eingelagert ist, ja die eigentliche Triebkraft menschlicher Neugier und Kreativität ist.
Wissens- und Bewusstseinsevolution reichen dieser Sehnsucht nun die Hand und wir können zurückkehren an die Orte, von denen wir uns selbst verstoßen haben.
In dem Bild sehe ich die archaische Maske, die sich erinnert und zurückkehrt an den Waldesrand. Wir können neu beginnen und Verzweiflung, Sinnlosigkeit und Ausbeutung hinter uns lassen. Hinter dem ausgedünnten Wald, in dem die Geister warten, und dem Fluss leuchtet das Morgenrot.
Am Ende steht die Rückkehr dahin, wo wir hergekommen sind: ins Paradies.
Mittwoch, 13. April 2011

0024 | 04/2011
Acryl auf Leinwand
110 cm x 70 cm
zu verkaufen
Deutsch